Jahresprogramm 2017

                    
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Donnerstag
02. Februar 2017, 19.30 Uhr
Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Siegfried Pietrzak
Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen
-Eröffnung und Begrüßung
-Berichte zur Vereinsarbeit
-Aussprachen

-Entlastung des Vorstandes
-Wahl eines Versammlungsleiters
-Vorstandswahlen
-Verschiedenes

Anschließend ein Kurzbeitrag: zum Thema „Ostpreußen“

Mittwochs,
von Februar bis März 2017, jeweils um 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: LUTHERHAUS, Amtsgasse 4
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem ökumenischen Arbeitskreis Melsungen. Der Ökumenische Arbeitskreis lädt zu insgesamt vier Abenden ins Lutherhaus ein.
Thema: 500 Jahre Reformation. Die Termine sind:
22.2. Filmabend mit dem „Lutherfilm“
8.3. Prof Korsch: „Durch den Glauben aufs Neue ins Paradies versetzt“
15.3. Prof. Dr. Sandner: „Von der Verurteilung zur Würdigung“
 
Mittwoch
22. März 2017, 19.30 Uhr
Lutherhaus Melsungen, Amtsgasse 4
Referent:
Pfr. Matthias Westerweg
Das Heißt eine Kirche bauen
‚Die Anfänge der Reformation in der Landgrafschaft Hessen bis zur Homburger Synode‘

Änderung des Vortragsthemas
 
Der ursprünglich für den 22.3. geplante Beitrag von Prof. Schilling muss auf einen späteren Termin verschoben werden.

Ökumenischer Arbeitskreis zum Lutherjahr:
Johannes Lening und die Reformation in Melsungen
Johannes Lening ist zweifelsohne eine der schillerndsten Figuren in der Geschichte Nordhessens. Kirche und Politik bestimmten das Leben des Mannes, der nicht nur der erste protestantische Pfarrer Melsungens war, sondern als „heimlicher Bischof“ von Hessen und Berater des Landgrafen Philipp zu Ruhm und Einfluss gelangte.
Heute ist sein Name wie ausradiert, nicht einmal ein Straßenname erinnert an den umtriebigen Gottesmann in seiner alten Wirkungsstätte Melsungen.
  
Donnerstag
20. April 2017, 19.30 Uhr
Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Klaus Lohrmann
Bauen im Mittelalter
Staunend betrachten wir die alten Kirchen und Schlösser aus dem Mittelalter und stellen uns die Frage: Wie haben unsere Vorfahren diese Bauwerke mit ihren begrenzten technischen Mitteln nur errichtet? Wer hat die Konstruktion so festgelegt, dass die Gebäude heute noch stehen? Wie wurden die Baumaterialien herbeigeschafft? Auf diese fRagen will der Referent eine Antwort geben. Der Ablauf einer mittelalterlichen Baustelle wird gezeigt mit den dort agierenden Personen und ihren Aufgaben. Des Weiteren werden die damals auf den Baustellen verwendeten Werkzeuge und technische Hilfsmittel in Bildern dargestellt.
  
Donnerstag
18. Mai 2017, 19.30 Uhr
Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referenten: Klaus Winter und Rolf Fröhlich
Zeche Heiligenberg
Landgraf Philipp der Großmütige erlaubte in einem Dokument vom 3. Dezember 1554, am Heiligenberg bei Gensungen nach „Steinkohle“ zu graben.
Fast 400 Jahre lang stellte die Braunkohlenzeche Heiligenberg einen bedeutenden Stadtort in der nordhessischen Energiewirtschaft dar. Die Kohle wurde schon sehr früh nicht etwa als Hausbrand sondern als Energie für die Schmelzöfen und Glashütten des Landgrafen eingesetzt.
Die Zeche bot im Laufe ihres Bestehens hunderten von Bergleuten und ihren Familien Arbeit und einen beachtenswerten Lebensunterhalt. Aber die Arbeit im Berg war äußerst gefährlich. Immer wieder berichten historische Dokumente von schweren Verletzungen - auch mit Todesfolge.
Doch schon sehr früh gab es in der Zeche eine eigene Knappschaft mit sozialen Leistungen an Kranke, Verletzte und Hinterbliebene - lange bevor diese offiziell eingeführt wurden.
Rolf Fröhlich und Klaus Winter vom Stadtarchiv Felsberg werden mithilfe einer Fotopräsentation darüber berichten, was sie in Hessischen Staatsarchiven und Büchereien über die Braunkohlenzeche Heiligenberg herausgefunden haben.
   
Samstag
09. September 2017
Marburg
Die Einladung erfolgt mit der MHG Nr. 58 (August 2017)
TAG DER HESS. LANDESGESCHICHTE 2017
- Eröffnung der Büchertische der Zweigvereine
-10:00 Öffentliche Festveranstaltung
- 14:30 Führungen
- 16:30 Mitgliederversammlung 2017
  
Donnerstag
28. September 2017, 19:30 Uhr
Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10
Referentin: Marion Jäckel M.A.
Die Kunst im Zeitalter der Reformation

Die Kunst in der Zeit der Reformation verbinden viele mit Bilderstürmen und leergeräumten Kirchen. Tatsächlich wussten auch die protestantischen Fürsten die Kunst für ihre Sache sprechen und wirken zu lassen – man denke nur an die weitreichende Wirkung der Werke von Lucas Cranach. Der Vortrag ist ein Ausflug in die Kunstgeschichte der Reformation und streift nicht nur die Wittenberger sondern auch die hessische Reformation. Landgraf Philipp ist nicht gerade als Mäzen für die schönen Künste in die Geschichte eingegangen. Dennoch wurde ihm in der Kasseler Martinskirche ein beeindruckendes Grabmal errichtet. Was hat es hiermit auf sich? Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrages werden deshalb die Grablegen und Grabmonumente der protestantischen Fürsten sein, denn gerade die Sepulchralkultur ist ein erstaunlicher Spiegel der sich wandelnden Gesellschaft.
  
Donnerstag
26. Oktober 2017, 19.30 Uhr
Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10
Referent: Volker Wiegand
Festungsbauwerke
Vom Ringwall zur Panzerfestung:
Siedlungsspuren der Vergangenheit belegen einerseits die Gestaltungskraft der Menschen für die Bewältigung des Alltags, andererseits aber auch ihr Streben nach Sicherheit. Die Existenz von Verteidigungsanlagen belegt, dass es Bedroher gab.
Über die Jahrhunderte entwickelten sich Formen der Bedrohung und der Verteidigung wechselseitig. Auf jede neue Variante antwortete die jeweils andere Seite mit einem nächsten Entwicklungsschritt. Hölzerne Befestigungen wurden von steinernen abgelöst. Mauern wuchsen zu Schildmauern, die wiederum durch Minierungen zum Einsturz gebracht werden konnten.
Mit der Entwicklung von Pulverwaffen wurden analog die Verteidigungen ausgeklügelter. Geometrisch konstruierte Verteidigungsanlagen sollten Angreifer fernhalten. Die ‚Manieren ́ der Neuzeit - italienische, niederländische, preußische - entwickelten sich. Der französische Festungsbaumeister Vaubain erdachte ständig neue Umwallungen.
Mit immer wirksamerer Artillerie boten die neuen Forts zunehmend weniger Trefferfläche - sie wurden flacher und verschwanden immer tiefer unter die Erdoberfläche - bis heute.
Diese Entwicklungen wird der Vortrag verfolgen und an Beispielen nachvollziehbar machen.
  
Zweigverein Homberg
Veranstaltungsort: Stadtkirche St. Marien, Homberg/E.
Jubiläumsjahr der Reformation

Ausstellung 13. - 28. August 2017:
Luther und Europa

Ausstellung 23. Oktober - 03. November 2017:
Mit Glauben Staat machen

Vortrag 27.Oktober 2017, 19:00
Philipp der Großmütige, der selbstbewusste Fürst der hessischen Reformation

Referentin: Prof. Dr. G Schneider-Ludorff, Neudettelsau
  
Donnerstag
30. November 2017, 19.30 Uhr
Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Prof. Dr. Jürgen Wolf, Marburg
Der mittelalterliche Mensch zwischen Schöpfung und Jüngstem Gericht
Nach mittelalterlicher Vorstellung ist die Weltgeschichte eingebettet in göttliche Ewigkeit, d.h. einen zeitlosen paradiesischen Zustand vor dem Sündenfall und in einen eben solchen Zustand nach dem Jüngsten Gericht. Das Paradies haben die Menschen allerdings durch den Sündenfall leichtfertig verspielt. Und selbst durch Jesus haben sie nicht wirklich zu Gott zurückgefunden, denn die Welt bleibt ungeachtet seiner Botschaft der Liebe voller Sünde. Gott müsste eigentlich ernüchtert sein von ‚diesen‘ Menschen, aber er hält einen Platz im Himmel für sie frei...
Nahezu alle mittelalterlichen Chroniken, Romane, Epen, aber auch Bibelbearbeitungen und geistliche Traktate kreisen nun darum, den Menschen einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie sie doch noch in den Himmel kommen können.