Jahresprogramm 2018

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Donnerstag,
08. Februar 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Dr. Dirk Richhardt,
Neukirchen
Vorsitzender des Vereins für Hess. Geschichte und Landeskunde 1834 e.V.
Historiker
Straßen und Wegeführungen in Nordhessen im Mittelalter

Da unsere nordhessische Landschaft östlich des römischen Limes liegt wissen wir sehr wenig über die frühen Straßen in unserer Landschaft. Dass es aber solche gegeben haben muss lässt sich aus den regen Handelsbeziehungen zwischen den verschiedenen Regionen ablesen. Interessant dabei ist, dass diese alten Straßen eigene Namen, aber auch eigene Wegeführungen hatten. Diese Wegeführungen sind heute noch in der Landschaft ablesbar, manchmal folgt der moderne Verkehr diesen alten Wegen, manchmal aber sind diese ganz vergessen und tauchen nur noch in alten Flurkarten, in Sagen oder bei Luftbildaufnahmen auf. Auch in der mittelalterlichen Justiz nahm das Wegerecht einen breiten Raum ein.

Jahreshaupt-
versammlung
2018

  • Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden
  • Gedenken von verstorbenen Mitgliedern
  • Grußworte
  • Ehrungen von Mitgliedern
  • Berichte:
  • des Vorsitzenden
  • des Schatzmeisters
  • der Kassenprüfer
  • Aussprache zu den TOP
  • Entlastungen
  • Verschiedenes, Anregungen und Wünsche
Donnerstag,
22. März 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Dr. Karl Kollmann, Waldkappel-Bischhausen
Historiker

Volkskunst auf dem Dach

Über 40 Ziegeleien gab es einmal im Gebiet des heutigen Werra-Meißner-Kreises. Es war sehr beliebt, Ziegel mit Ornamenten oder Jahreszahlen zu versehen. Über 650 Stück Ziegel sind in den letzten Jahren in öffentlichen und privaten Sammlungen dokumentiert worden.

Der Vortrag gibt einen Überblick zum Handwerk und zeigt eine Auswahl von verzierten Dachziegeln aus der Region.

Donnerstag,
19. April 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Dr. Ing.
Ingo Grebe
Hüttenmühle
Knüllwald-Wallenstein
Die Herrschaft Wallenstein in der Reichsabtei Hersfeld

Die Ausbildung der Territorialherrschaften in  Nordhessen Ende des 12. Jahrhunderts, eingebettet in die Reichsgeschichte, führen zur Gründung von  Burg und Herrschaft Wallenstein an der Westgrenze der Reichsabtei Hersfeld. Die Genealogie des Hauses Wallenstein mit Hinweis auf herausragende Vertreter, die Verhüttung von Eisenerz im Wallensteiner Gebiet, die Gerichte Wallenstein und  Neuwallenstein und Wallensteiner Sagen vermitteln einen Einblick in eine bedeutende Gebietsherrschaft."
Donnerstag,
17. Mai 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referentin: Ruth Piro-Klein
Burgwald (Eder)
Stellv. Vorsitzende des Vereins für Hess. Geschichte und Landeskunde 1834 e.V.
Die Politikerin Elisabeth Seibert und die Gleichberechtigung von Mann und Frau

Die Ungleichbehandlung der Frau, vor allem im Bürgerlichen Recht, empfand Elisabeth Rohde schon in der Schulzeit als ungerecht. Fortan setzte sie sich für die Angleichung der Geschlechter ein. Dafür schaffte sie Grundlagen, studierte als bereits verheiratete Frau und Mutter Jura und wirkte in politischen Gremien mit. Als eine der vier „Mütter des Grundgesetzes“ erreichte sie ihr Ziel, indem sie nach langem Kampf den Artikel 3, Abs. 2 GG in ihrem Sinne formulieren und in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verankern konnte. Sie steht mit ihrem Namen für die Formulierung: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.
Samstag,
08. September 2018
Veranstaltungsort: Gelnhausen
Die Einladung erfolgt mit der MHG Nr. 59 (August 2018)
Tag der Hess. Landesgeschichte 2018 in Gelnhausen

  • Eröffnung der Informationstische (Büchertische) der Zweigvereine
  • Öffentliche Festveranstaltungen, Führungen
  • Mitgliederversammlung 2018 (Jahreshauptversammlung)
Donnerstag,
20. September 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Heinz Reitz,
Reinheim/Odenwald
Archivar des HLM (Hessischer Landesverein zur Erhaltung und Nutzung von Mühlen e.V.)
35410 Hungen
Die Entwicklung der Mühlen in Hessen

Die Bilddokumente aus dem im Aufbau befindlichen Digitalen Archivs des Vereins schildern die Entwicklung der Mühlen in den vergangenen 2000 Jahren aus gesamthessischer Sicht. Insbesondere die Erzeugnisse der Getreidevermahlung, die in diesem Zeitraum von der Handmühle über den von Wasserkraft angetriebenen Mahlganges zur computergesteuerten Großmühle mehrere grundlegende Wandlungsphasen erfahren haben. Im Mittelpunkt der Ausführungen steht naturgemäß die Technik der vom Wasser angetriebenen Mühlen. Hierzu gehören Funde aus der Römerzeit in Hessen, Belege zu Schenkungen an Klöster des Mittelalters, verschiedene historische Bilder, Steindokumente und zahlreiche technische Deailzeichnungen aus den Mühlenforschungen der zurückliegenden 30 Jahre.
Donnerstag,
25. Oktober 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Dr. Dirk Richhardt,
Neukirchen
Vorsitzender des Vereins für Hess. Geschichte und Landeskunde 1834 e.V.
Historiker
Der Ritter und der Bauernkrieg - soziale Konflikte im Rahmen der Reformation

Während der Bauernkrieg als die größte Volkserhebnung in Deutschland weithin bekannt ist, stellt der vorhergehende Ritterkrieg andere Fragen. Wie bei den Bauern ging es auch hier um den Niedergang einer ganzen sozialen Gruppe. Moderne Technik, wie Kanonen, moderne Verwaltung und neue Rechtsnormen, machten den Rittern ihre traditionelle Lebensform streitig. So erheben sich Teile des niederen Adels gegen die Landesherren, aber auch gegen Städte und gegen die Kirche. Es kommt zu unterschiedlichen Formen des Konflikts aber auch der Konfliktbewältigung, auch solche Formen wie das Raubrittertum und das Söldnerwesen. Gemeinsam hatten die die Ritter mit den Fürsten und den Bauern den Bezug auf die Reformation, gemeinsam hatten diese auch den Wunsch nach Freiheit, aber ganz unterschiedlich waren ihre Handlungsweisen.


Donnerstag,
22. November 2018,
19.30 Uhr

Stadthalle Melsungen
Rotenburger Str. 10

Referent: Ludwig Below
Ein Briefträger erzählt von seinen Zustellgängen

Mit alten Postkarten-Ansichten von Melsungen wird die Erinnerung an „Damals, als die Welt noch in Ordnung und alle Straßen von Melsungen gepflastert waren“,
wird man Motive erkennen, so wie es früher einst war.

So brachte der Referent vor über 50 Jahren den Melsungern Bürgern die Post ins Haus, ja wirklich, bis in die Küche, denn die Hausbriefkästen waren, wenn überhaupt vorhanden, an den Küchentüren angebracht und das auch noch bis in den dritten Stock...